What is Trauma Sensitives Yoga?

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Was ist Trauma Sensitives Yoga? // What is Trauma Sensitive Yoga? (English Version Below)

Trauma Center Trauma Sensitives Yoga (TC-TSY) hilft Personen, die an den Folgen von psychologischem Trauma leiden, die Beziehung zu ihrem Körper durch Trauma-informiertes Yoga wieder aufzubauen. Ein Art des Yoga, die vom Trauma Center in Boston entwickelt und über Jahre studiert wurde. Dank der vielen Studien, wissen wir, dass TC-TSY, effektiv Trauma Symptome lindert, das Verhältnis der Klienten zum Körper verbessert und Klienten darin unterstützt den Alltag und Aufgaben im Alltag besser meistern zu können. Viele Menschen leiden unter Post traumatischen Belastungen und Gesprächstherapie alleine reicht in vielen Fällen nicht aus. In diesem Post erkläre ich, was Trauma ist, wie TC-TSY abläuft und wie es funktioniert.

Im April 2017 habe ich mein Training als Lehrerin für Trauma-sensibles Yoga  beim Trauma Center Boston abgeschlossen. TC-TSY steht für „Trauma Center Trauma Sensitive Yoga“ und bietet Trauma- Überlebenden eine empirisch verifizierte Heilungsmethodik, die nicht nur den Geist, sondern auch den traumatisierten Körper in die Therapie mit einbezieht. Dieser ganzheitliche Ansatz kann, wie Forschungen ergeben haben, den Heilungsprozess des Überlebenden stark begünstigen. Für die Arbeit des Trauma Centers bin ich sehr dankbar, sowie dafür, als Teil des Teams die empirisch verifizierten Techniken von TC-TSY erlernt haben zu dürfen.
Wie du vielleicht schon weißt bin ich studierte Psychologin. In meinem Master habe ich mich auf Trauma spezialisiert, habe mir dann aber von dem Thema für eine Zeit lang eine ‚berufliche Auszeit’ genommen. Nach einigen Jahren hat es mich wieder zum Trauma Bereich zurückgezogen und ich war sehr daran interessiert den Körper in die Trauma Arbeit zu integrieren. Es gibt viele Lehrer, die Trauma Sensitives Yoga unterrichten. Mir war es jedoch wichtig eine Methode zu finden, die wirklich wissenschaftlich bewiesen ist. Den Körper in die Trauma Arbeit zu integrieren kann sehr effektiv sein, aber, wenn es nicht richtig gemacht wird, kann es auch mehr schaden anrichten, re-traumatisieren oder das Trauma vertiefen.

Ich habe also nach einer Methode gesucht, die studiert wurde und TC-TSY gefunden.
TC-TSY entstand vor 15 Jahren durch die Entwicklung von Dr. Bessel van der Kolk, einem führenden Traumaforscher, und David Emerson, einem passionierten Yogalehrer aus Boston.

Seit der Entstehung ihrer Theorie wurde TC-TSY eingehend studiert und verbessert, und ist heute in den USA als empirisch verifizierte Begleittherapie im National Registry of Evidence-Based Programs and Practices (NREPP) der Substance Abuse and Mental Health Services Administration (SAMHSA) gelistet.

Eine Reihe von Studien haben die Effektivität von TC-TSY bestätigt, aber auch gezeigt wie sensibel Körperarbeit für Trauma Patienten ist und wie wichtig es ist Yoga nicht einfach als Trauma Sensibel zu verkaufen, sondern wirklich darauf zu achten, dass die richtige Methode verwendet wird.
Im Laufe der Jahre wurde die Methode immer wieder verändert und den Ergebnissen der Studien angepasst. Hierbei wurde jedes Detail beachtet: die Sprache, das Korrigieren (beziehungsweise nicht Korrigieren und Anfassen), wie der Lehrer und der Klient am Besten positioniert sind, welche Yogaformen verwendet werden… Studien haben gezeigt, dass sogar bei Trauma Patienten, die jahrelang in Gesprächstherapie waren, aber keine Verbesserung der Symptome erfahren konnten, nach einer gewissen Anzahl von TC-TSY Sitzungen (in Kombination mit Gesprächstherapie) die Symptome effektiv gelindert wurden, das Körpergefühl wieder hergestellt werden konnte und sie wieder im Alltag ‚funktionieren’ konnten. Das heißt, dass selbst tief verankerte Traumata mit der Unterstützung von TC-TSY, gelöst und verarbeitet werden können.

TC-TSY entspringt den Praktiken des Hatha Yoga und bezieht sich in seiner Methodik auf die Trauma Theorie, die Neurologie und Bindungstheorien. Die Therapieform TC-

TC-TSY lädt den Teilnehmer ein, seinen Körper in verschiedenen Formen von Hatha-Yoga- Bewegungen zu erleben. Die Bewegungsabläufe sind hierin so konzipiert, dass die sie den Trauma-Überlebenden in seiner eigenen Handlungsautonomie bestärken und ihn eine positive Beziehung zu seinem Körper aufnehmen lassen. ​
TC-TSY ist für Menschen, die Trauma von jeglicher Art erlebt haben, zum Beispiel sexuelle Trauma, Unfälle, Krankheiten, Tod oder Verlust. Trauma ist eine subjektive Wahrnehmung von einer Erfahrung. Zwei Menschen, die das Gleiche erlebt haben, können mit der Situation und Erfahrung ganz anders umgehen. Wichtig ist, dass du ehrlich mit dir selber bist und bewusst wahr nimmst wie die Erfahrung dich beeinflusst hat (ganz egal wie Andere Menschen es empfinden).
TC-TSY lädt den Teilnehmer ein seinen Körper in verschiedenen Formen von Hatha-Yoga Bewegungen zu erleben. Die Bewegungsabläufe sind hierin so modifiziert, dass die Ausübung der Abläufe die persönliche Handlungsmächtigkeit des Überlebenden stärken, um so eine positive Beziehung zum Körper wiederherzustellen.

​”No intervention that takes power away from the survivor can possibly foster her recovery, no matter how much it appears to be in her immediate best interest.”
– Judith Herman, Trauma and Recovery

Der Teilnehmer wird in TC-TSY ermutigt, Entscheidungen zu treffen und körperliche Sensationen Empfindungen im Rahmen des Yoga wahrzunehmen. Hierbei ist TC-TSY eine einladende Praktik, die dem Teilnehmer die völlige Kontrolle über den Ablauf der Therapie ermöglicht. Anders als in regulären Yoga- Praktiken gibt es im TC-TSY keine äußeren Korrekturen der einzelnen Bewegungsabläufe – denn Ziel der Praktik ist es, die Kraft und Macht über den eigenen Körper durch reines Selbsterleben wiederzuerlangen.
Obwohl TC-TSY zu physischen Bewegungsabläufen einlädt, geht es um das innere Erlebnis des Teilnehmers, der seine eigenen Entscheidungen basierend auf seinem Körpergefühl treffen soll. Das hilft den Teilnehmern sich wieder stärker auf die Verbindung zwischen ihrem Geist und ihrem Körper zu besinnen und bestärkt sie in der Erfahrung ihrer persönlichen Handlungsautonomie, die bei Trauma- Überlebenden oft geschädigt ist.

TC-TSY kann in einer Gruppe oder in einer privaten Stunde durchgeführt werden und ist in allen Altersklassen erfolgreich anwendbar. Vorerfahrungen in Yoga oder ein bestimmtes Fitness-Level sind nicht erforderlich.​

Wenn du Interesse hast TC-TSY mit mir zu praktizieren, oder du  Psychologin/Psychologe mit Interesse an TC-TSY für deine eigenen Klienten bist, freue ich mich immer über eine E-Mail . Dankbar wäre ich dir auch wenn du anderen Menschen vom TC-TSY erzählst. Es ist noch keine weit verbreitete Methode, aber so wichtig und hilfreich.

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Trauma Sensitive Yoga. What is it & For Whom is It?

Trauma Center Trauma Sensitive Yoga (TC-TSY) helps those suffering from psychological trauma rebuild their relationship to their bodies through trauma-informed yoga. A type of yoga that was developed by the Trauma Center in Boston and studied over the years. Thanks to the many studies, we know that TC-TSY effectively relieves trauma symptoms, improves the client’s relationship with the body, and helps clients better cope with everyday life and tasks. So many people suffer from post traumatic stress and talk therapy alone is not enough in many cases. In this post, I explain what trauma is and how TC-TSY works.

In April 2017, I finished my training as a trauma-sensitive yoga teacher at the Trauma Center Boston. TC-TSY stands for “Trauma Center Trauma Sensitive Yoga” and offers trauma survivors an empirically verified healing methodology that includes not only the mind, but also the traumatized body in the therapy. This holistic approach can, as research has shown, greatly favor the healing process of the survivor. I am very grateful for the work of the Trauma Center and for being able to have learned as part of the team the empirically verified techniques of TC-TSY.

As you may already know, I studied psychology. In my master I specialized in trauma, but then I took a ‘break from work’ for a while. After some years it has withdrawn me again to the trauma area and I was very interested to integrate the body into the trauma work. There are many teachers who teach trauma sensitive yoga. However, it was important to me to find a method that has been scientifically proven. Integrating the body into the trauma work can be very effective, but if it is not done properly it can do more harm, re-traumatize or deepen the trauma.

So I searched for a method that was studied and found TC-TSY.

TC-TSY was created 15 years ago by the development of Dr. Bessel van der Kolk, a leading trauma researcher; and David Emerson, a passionate yoga teacher from Boston.

Since its onset TC-TSY has been extensively studied and improved, and is now listed as an empirically verified adjunctive therapy in the US National Registry of Evidence-Based Programs and Practices (NREPP) by the Substance Abuse and Mental Health Services Administration (SAMHSA).

A number of studies have confirmed the effectiveness of TC-TSY, but also shown how sensitive body work is for trauma patients and how important it is not to sell yoga as a trauma sensitive, but to really make sure that the right method is used.

Over the years, the method has been repeatedly changed and adapted to the results of the studies. Every detail has been taken into account: the language, correcting (or not correcting and touching), how the teacher and the client are best positioned, what forms of yoga are being used … Studies have shown that even in trauma, patients who have been in hospital for years Talk therapy, but no improvement in symptoms, after a certain number of TC-TSY sessions (in combination with talk therapy) effectively alleviated the symptoms, restored the body feeling, and made them ‘work’ again in everyday life. This means that even deep-seated traumas with the support of TC-TSY can be solved and processed.

TC-TSY originates from the practices of hatha yoga and refers in its methodology to trauma theory, neurology and attachment theories. The therapy form TC-

TC-TSY invites the participant to experience his body in various forms of hatha yoga movements. The movements are here designed to encourage the trauma survivor in his or her own autonomy of action and to allow him to have a positive relationship with his body.

TC-TSY is for people who have experienced trauma of any kind, such as sexual trauma, accidents, illnesses, death or loss. Trauma is a subjective perception of an experience. Two people who have experienced the same thing can handle the situation and experience quite differently. It is important that you are honest with yourself and consciously perceive how the experience has influenced you (no matter how other people feel it).

TC-TSY invites the participant to experience his body in various forms of hatha yoga movements. The sequences of movements are modified in this way so that the exercise of the processes reinforces the personal capacity of the survivor to restore a positive relationship with the body.

“No intervention that takes power away from the survivor can possibly cause recovery, no matter how much it appears to be in immediate immediate interest.
– Judith Herman, Trauma and Recovery.

The participant is encouraged in TC-TSY to make decisions and perceive physical sensations in the context of yoga. Here, TC-TSY is an inviting practice that allows the participant complete control over the course of therapy. Unlike in regular yoga practices, the TC-TSY has no external corrections to the individual movements – the goal of the practice is to regain power and power over one’s body through pure self-awareness.

Although TC-TSY invites you to physical movement, it is about the participant’s inner experience, which is to make his or her own decisions based on his or her physical feelings. This helps the participants to re-focus on the connection between their mind and body and strengthens them in the experience of their personal autonomy of action, which is often damaged in trauma survivors.

TC-TSY can be conducted in a group or in a private lesson and can be used successfully in all age groups. Previous experience in yoga or a specific fitness level is not required.

If you are interested in practicing TC-TSY with me, or you yourself are a psychologist interested in TC-TSY for your own clients, I am always happy to receive an e-mail or phone call. I would be grateful also if you tell other people from the TC-TSY. It’s not a widely used method yet, but it’s so important and effective.

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