Meine Ayurvedische Morgenroutine 

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Meine ayurvedische Morgenroutine – ein Gästebeitrag von Denise 

„The secret of your future is hidden in your routine.“

Dieses Zitat habe ich vor nicht allzu langer Zeit gesehen und direkt abgespeichert.

Ich bin immer eher ein Mensch ohne Routinen gewesen. Klar, ich stehe jeden Morgen auf und gehe abends ins Bett, ich gehe täglich zur Arbeit und habe ja auch da regelmäßige Meetings und Aufgaben. Ich gehe zweimal die Woche schwimmen, aber da fängt es auch schon an – da kann auch schon mal was dazwischenkommen. Normalerweise tanze ich gerne auf 100 Hochzeiten gleichzeitig, bin ständig unterwegs (sei es privat oder Dienstreisen) und habe ständig neue Hobbies, die ich dann aber auch gerne mal wieder liegen lassen oder ganz damit aufhöre. 

Wenn Du Dich schon ein bisschen mit dem Ayurveda auskennst, dann wirst Du wahrscheinlich erkennen, dass ich einen ziemlich hohen Vata – Anteil in mir habe, der Luftikus unter den Doshas der wie ein Tornado durchs Leben fegen kann, schnell begeisterungsfähig ist, aber leider auch schnell unter innerer Unruhe und Schlaflosigkeit leiden kann, wenn es dann doch alles zu viel ist.

Was ist Ayurveda?
Ayurveda ist eine schon sehr alte Wissenschaft und bedeutet übersetzt „Wissen vom Leben“. Der Ayurveda impliziert nicht nur einzelnen Aspekte des Lebens, sondern betrachtet alles ganzheitlich, immer mit dem Ziel die Gesundheit zu fördern und zu erhalten.  Im Ayurveda sehen wir jeden Menschen als eine Einheit aus Körper, Geist und Seele und versuchen wieder ein Gleichgewicht zwischen diesen drei Säulen herzustellen, um Krankheiten vorzubeugen.

Ein Thema, das einem nicht nur im Ayurveda, sondern auch auf Instagram und diversen Blogs begegnet ist die Routine, vor allem die Morgenroutine. Es hat sich für mich immer so toll angehört, wenn Blogger davon berichten, wie sie früh morgens aufstehen, Sport machen, meditieren, gesund frühstücken und dann völlig gelassen in den Tag starten. Das wollte ich auch!

Routine? Bitte nicht für mich. Oder doch?
Mein Start in den Tag sah aber schon immer aus: so lange wie möglich schlafen, die Schlummertaste 5mal drücken, dann viel zu spät aufstehen, schnell unter die Dusche springen und zur nächsten Bahn zu hetzen, um dann einigermaßen pünktlich anzukommen. Natürlich ohne Frühstück.

Also habe ich mir ein wirkliches Programm am Morgen auferlegt. Ich glaube ich habe mich ca. 2-3 Tage darangehalten. Mein Kopf sagte „Ach, du brauchst keine Routine.“ Mein Körper schrie „Bitte gib mir eine Routine“. Und so habe ich einen Gang zurückgeschaltet, ganz langsam angefangen und erstmal mit einer neuen Gewohnheit gestartet (ein warmes Glas Wasser mit Zitrone morgens auf leeren Magen), um dann festzustellen, dass auch diese kleine Gewohnheit schon Teil einer Routine ist. Das hat mich erstmal stolz gemacht und mir Motivation gegeben weiterzumachen. Das ist nämlich das wunderbare an neuen Gewohnheiten. Es braucht zwar erstmal seine Zeit – man sagt 66 Tage, bis sich eine neue Gewohnheit wirklich etabliert. Wenn man dann aber merkt, wie gut es einem tut, dann kann man sie sich gar nicht mehr wegdenken und es wird zu einer Routine.

Ätherische Öle x Ayurveda & deren Einfluss auf meine Morgenroutine
Vor genau einem Jahr kam ich dann über einen Workshop von Sarah zu den ätherischen Ölen und die haben meinen ganzen Tagesablauf seitdem positiv beeinflusst. Sehr schnell habe ich gemerkt, dass sie sich für mich mit einer ayurvedischen Routine wunderbar kombinieren lassen. Und so habe ich mir dann ganz ohne Stress, meine eigenen neuen Gewohnheiten und Routinen geschaffen, angelehnt an ayurvedischen Routinen.

Doch wie sieht meine Morgenroutine nun aus?

  1. Aufstehen: Jap, müssen wir wohl alle. Ob man will oder nicht. Im Ayurveda heißt es, dass man am besten vor 6h aufstehen sollte. Ich weiß, das ist arg früh und ehrlich gesagt, schaffe ich das auch nicht immer. Hintergrund ist, dass wir bis 6h noch in der Vata-Energie sind und es an sich leichter fällt dann aufzustehen als nach 6h. Denn dann beginnt die Kapha-Energie, die schwerfälliger ist und die uns dazu ermuntert uns noch einmal umzudrehen und die Schlummertaste zu drücken. Es hört sich paradox an, aber wer einmal früh aufgestanden ist, der wird wahrscheinlich doch merken, dass es einen Energiekick geben kann. Probiere es mal aus!
  2. Entleeren: Der Gang zur Toilette morgens ist wichtig, da in der Nacht Reinigungsprozesse im Körper stattfinden und der Körper alle Abfallstoffe loswerden möchte. Wenn dir der Gang zur Toilette morgens schwerfällt, dann trinke 1-2 Gläser warmes Wasser, um die Verdauung anzuregen.

  3. Zungeschaben und Öl Ziehen: Zwei sehr ayurvedische Rituale zur Mundhygiene. Denn was man nicht vergessen sollte: Die Verdauung beginnt bereits auf der Zunge. Wenn Du Dir Deine Zuge mal genauer anschaust, wirst Du wahrscheinlich feststellen, dass sie manchmal vielleicht belegt ist oder auch Risse aufweisen kann. Durch das Schaben der Zunge (es gibt extra Zungenschaber, ein Löffel geht auch) entfernst du Bakterien und Rückstände und der Geschmacksinn bessert sich nach der Zeit. Anschließend (oder vorher – wie Du magst), kannst du einen EL Öl (z.B. Sesamöl) durch den Mund ziehen. Dadurch werden Giftstoffe und kariesverursachende Säuren entfernt und man beugt Zahnfleischentzündungen vor. Zähneputzen trotzdem nicht vergessen!
  4. Ein Glas warmes Wasser mit 1-2 Tropfen Zitrusöl: An dem Punkt komme ich zum ersten Mal am Tag in Kontakt mit den ätherischen Ölen.
    Ich setze mir ein Glas lauwarmes Wasser auf und gebe dort ein Zitrusöl rein (1-2Tropfen). Im Moment liebe Ich Lime. Ich nutze aber auch gerne Lemon oder Wild Orange (besonders im Winter). All diese Öle haben einen reinigenden, entgiftenden Effekt und kurbeln in Verbindung mit dem warmen Wasser unseren Stoffwechsel an.

  5. Meditation: Mediation ist ein großartiges Tool, um bei sich anzukommen und seine Gedanken zu sortieren und zu beruhigen (3-5 Minuten reichen vollkommen aus). Gerade in der aktuellen Situation, ist die Mediation am morgen für mich mein „Checkin“. Ich checke einmal bei mir selbst ein, spüre in mich, wie es mir heute geht und starte dadurch viel klarer und fokussierter in den Tag. Dabei nutze ich intuitiv verschieden Öle, von denen ich 1 Tropfen in den Handflächen verteile und tief ein- und ausatme. Sehr gerne nutze ich dafür erdende Öle, wie die Align® aus der Yoga Collection oder aber auch meine persönliche Lieblingsmischung aus Green Mandarin, Bergamotte und Frankincense.

  6. Bewegung: Etwas Bewegung am Morgen tut gut und bringt unseren Körper und Geist in Schwung. Bei mir ist das immer recht abwechselnd: Mal mache ich eine halbe Stunde Yoga mit einem YouTube Video, mal sind es 10-15min Yoga Übungen im Freestyle. Für viele Menschen ist Joggen am Morgen auch eine sehr gute Alternative. Gerade wenn du zu denjenigen gehörst, die einen großen inneren Schweinehund haben und nicht so viel Sport machen. Du musst keinen Marathon laufen und kannst auch zwischendurch Gehminuten einbauen. Du wirst merken, es wird Dir nach dem Lauf richtig gut gehen!
    Bitte teste nur vorher aus, ob Du auf nüchternem Magen laufen kannst oder nicht. Ich kann es leider nicht und merke die Auswirkungen dann meist nachmittags (Kopfschmerzen / Migräne). Das kann aber bei jedem anders sein.
  7. Duschen: Vor dem Duschen kannst du dir auch eine Ganzkörper-oder Teilmassage mit einem Seidenhandschuh gönnen. Das kurbelt die Lymphknoten und den Stoffwechsel richtig schön an. Meistens führe ich eine Massage aber nur am Wochenende durch. Nach dem Duschen gebe ich die Mischung Peace® unter die Fußsohlen. Das war meine erste Mischung von doTERRA und sie schenkt mir einfach jeden Tag so ein gutes Gefühl von Sicherheit. Ich kenne auch einige, die besonders gerne Balance morgens nutzen.
  8. Frühstück: Das Frühstück im Ayurveda ist meistens warm. Warum? Weil es viel einfach zu verdauen ist. Gerade am Morgen ist unser Verdauungsfeuer (das Agni) noch nicht sehr stark und wir müssen es erstmal anheizen. Prima eignet sich dafür ein Porridge. Meins besteht meistens aus Haferflocken, Mandel- oder Hafermilch, einer Prise Zimt und gedünsteten Äpfeln. Je nach Lust und Laune peppe ich das Porridge noch mit einem Öl auf. Im Winter gerne mit Nelke, jetzt mag ich Wild Orange sehr gerne. Nach dem Frühstück fühle ich mich gesättigt und gestärkt, aber nicht zu voll. Es gibt auch Tage, an denen ich null Hunger habe. Da habe ich mir es dann angewöhnt wenigstens eine Golden Milk zu trinken, damit ich ein bisschen was im Magen habe. Die Golden Milk bereite ich mir ganz einfach aus einer Pflanzenmilch, 2 Tropfen Kurkuma Öl und einer Prise Zimt zu. Geht ruck zuck.
  9. Ingwerwasser: Das Ingwerwasser hat sich tatsächlich erst in den letzten Woche in meine Routine geschlichen und ich mag nicht mehr darauf verzichten. Es stärkt unser Verdauungsfeuer und unterstützt den Stoffwechsel. Für zusätzliche Unterstützung füge ich in ca. 1l Ingwerwasser noch 2 Tropfen der Ölmischung Smart & Sassy® hinzu. Mein ganzer Magen-Darm Trakt liebt diese Kombi aus warmen Frühstück + Ingwerwasser + Smart & Sassy® und ich habe kaum noch Probleme mit einem Blähbauch (generell hilft die ganze Routine dabei).
  10. Ab ins Home Office: Der größte Vorteil am Home Office? Mein Diffuser kann die ganze Zeit laufen. Auch hier wähle ich die Öle intuitiv nach Tageslaune aus. Meistens verwende ich ein erfrischendes Öl, wie z.B. Peppermint, Spearmint oder Ravintsara und ein Zitrusöl. Im Moment bin ich süchtig nach Bergamotte.

Das ist nun ein doch sehr ausführlicher Einblick in meine Morgenroutine. Fühle Dich davon nicht direkt erschlagen. Es hat bei mir auch seine Zeit gebraucht, um diese Routine zu etablieren und es gibt auch Tage, an denen ein paar Punkte mal rausfallen – und auch das ist vollkommen ok.

Meine zwei Tipps, wie Ihr am besten mit einer Morgenroutine starten könnt:

  1. Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor. Versuche es erstmal mit 1-2 neuen Gewohnheiten. Der Rest kommt dann meistens von selbst
  2. Deine Routine soll zu Dir und Deinen Alltag passen und vor allem soll Sie Spaß machen und kein Zwang sein. Deine Routine kann ganz anders aussehen als meine. Wichtig ist, dass Sie zu Dir passt.

Gerade die aktuelle Situation hat mir persönlich noch einmal aufgezeigt, wie wohltuend meine Routine für mich ist und wie sehr sie mich für den ganzen Tag festig.

Wer mehr über Denise, Ayurveda und ätherische Öle erfahren möchte, schaut am besten mal auf Denises Blog www.happywomanproject.com vorbei. Denise ist auch doTerra Wellness Beraterin und bietet ätherische Öl Beratungen an. Gerade wer auch an der Kombination von Ayurveda und ätherischen Ölen interessiert ist, sollte Denise unbedingt kontaktieren: Denisehappywoman@gmail.com

One thought on “Meine Ayurvedische Morgenroutine 

  1. Pingback: Meine ayurvedische Morgenroutine – HAPPYWOMANPROJECT

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